Wie aus einem grauen Garagentor ein Ort zum Ankommen wurde

Bunt bemaltes Garagentor mit Blumen und Blättern

Manchmal beginnt ein Projekt nicht mit einer Idee, sondern mit einem Gefühl.

Vor einigen Wochen habe ich eine Familie besucht, die sich eine Veränderung für ihren Einfahtsbereich zur Garage wünschte. Das Garagentor war funktional und unauffällig, alles wirkte grau in grau. Es gab nichts, was den Blick festhielt oder einen willkommen hieß.

Im Gespräch wurde schnell klar, dass es eigentlich gar nicht um das Garagentor an sich ging, sondern eher um das Gefühl, nach Hause zu kommen.

Die Familie wünschte sich einen Ort, der freundlicher wirkt. Einen Ort, an dem man gerne ankommt und der ein bisschen Freude in den Alltag bringt, so, dass man jedes Mal ein kleines bisschen länger hinschauen möchte.

Aus diesem Gespräch entstand die Idee für eine florale Gestaltung.

Graues Garagentor in grauer Einfahrt - das war der Ausgangszustand, praktisch und funktional aber leider ohne jede Emotion.

Eine Gestaltung entsteht gemeinsam

Bevor ich den ersten Pinselstrich setze, höre ich erst einmal zu.

Mich interessiert, was sich die Menschen wünschen, welche Farben sie mögen und welche Atmosphäre entstehen soll. Aus diesen Gesprächen entwickle ich erste Skizzen, die wir gemeinsam weiterdenken.

Auch bei diesem Projekt war das so.

Der Entwurf entstand in meiner Bildsprache, aber immer im Austausch mit der Familie. Wir haben Farben abgestimmt, über die Größe der Blüten gesprochen und darüber, wie sich die Gestaltung harmonisch in den Garten und das Haus einfügt, auch die Idee, dass das Motiv über die Ecke weitergeführt wird und so die graue Mauer mit einbezieht, entstand während der gemeinsamen Besichtigung der Einfahrt.

Ich mag diesen Teil der Arbeit sehr.

Denn am Ende soll nicht einfach ein schönes Bild entstehen, sondern etwas, das wirklich zu den Menschen und ihrem Zuhause passt.

Grundierung auf dem Garagentor

Wenn Farbe den Alltag verändert

Während ich gemalt habe, wurde immer deutlicher, wie sehr sich die Wirkung des ganzen Bereichs veränderte. Die Familienmitglieder schauten gerne zu und freuten sich über die neue, unerwartete Wirkung, die das graue Garagentor mit jeder neuen Farbschicht entfaltete. Ich freute mich mit ihnen mit, weil es einfach gut tat und die ehrliche Freude so ansteckend war.

Das Garagentor ist immer noch ein Garagentor. Und doch wirkt der Ort plötzlich ganz anders.

Vielleicht kennst du das auch: Es gibt Ecken, an denen man jeden Tag vorbeigeht, ohne sie bewusst wahrzunehmen. Erst wenn sich etwas verändert, merkt man, wie sehr diese kleinen Orte den Alltag prägen.

Jetzt kommt Farbe ins Spiel.
Detailaufnahme einer fast fertigen Blüte.

Das Schönste kam zum Schluss

Nach der Fertigstellung sagte die Familie etwas, das mich besonders gefreut hat:

Der ursprüngliche Plan war, nur das Garagentor zu gestalten, aber inzwischen können sie sich gut vorstellen, dass die Blumen nach und nach weiter die Wand hinaufwachsen dürfen.

Diesen Gedanken mag ich sehr.

Nicht alles muss auf einmal fertig sein. Manchmal darf eine Idee wachsen – genau wie die Pflanzen, die sie zeigen.

Genau darin liegt das Besondere an solchen Projekten: Sie verändern nicht nur eine Fläche, sondern auch den Blick auf einen Ort, der vorher ganz selbstverständlich geworden war.

Vielleicht gibt es auch bei dir so einen Ort.

Ein Garagentor, eine Gartenmauer oder eine Hauswand, die schon lange darauf wartet, neu entdeckt zu werden.

Wenn du dir so eine individuelle Gestaltung vorstellen kannst, schreib mir gerne. Am Anfang steht immer ein unverbindliches Gespräch. Mich interessiert nicht nur die Fläche, sondern vor allem, welche Geschichte sie erzählen soll. Daraus entwickelt sich Schritt für Schritt eine Gestaltung, die zu dir und deinem Zuhause passt.

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